Öl ist das Thema :)

      Öl ist das Thema :)

      Ich würde hier gerne mal eine kleine Diskussion zum allseits beliebten Thema Öl lostreten.

      Heutzutage laufen ja viele Motorräder mit einem niedrigeren SAE-Wert hinter dem 'W', als früher.
      Wo früher standardmäßig ein 10W-40 Öl benutzt wurde, da nimmt man ja aktuell gerne mal ein 10W-30, weil dieses angeblich für eine umweltfreundlichere Verbrennung sorgen, bzw. den Motor schneller warm werden lassen soll.

      Wenn man sich nun verschiedene Tabellen der verschiedenen SAE-Grade ansieht, dann sollte man doch eigentlich meinen, dass z.B. ein 0W-60 das Nonplusultra für einen Motor sein müsste, da die Viskosität über eine viel breitere Temperaturspanne stetig stabil bleibt.



      Für mein Mopped empfiehlt Honda jetzt z.B. ein 10W-30. Zufällig habe ich aber gerade ein sehr gutes vollsynthetisches 10W-50 zu Hause herumliegen.

      Abgesehen von den umwelttechnischen Einflüssen, über welche man sicherlich eine weitere Diskussion starten könnte, was spräche Eurer Meinung nach dagegen, dieses Öl zu verwenden?
      Ich sehe irgendwie keinen Nachteil, wenn das verwendete Öl auch bei sehr hohen Temperaturen stabil bleibt.

      Liege ich falsch?
      Grundsätzlich gilt erst mal die Herstellerempfehlung für die Viskosität. Ohne wenn und aber darf nur Öl mit Freigabe für Ölbadkupplung (Kennzeichnung z.B. SG) verwendet werden, sonst rutscht die Kupplung.
      Im Rennsport wird meist vollsynthetisches 10W50 oder 10W60 (Triumph) verwendet.

      Honda empfiehlt für einige Modelle 10W30 um die Schaltbarkeit des Getriebes positiv zu beeinflussen. Bei Fireblade sind sehr enge (hochwertige) Passungen/Toleranzen die Regel, daher möchte Honda bei den Hochleistungsmopeten gerne "dünnes"Öl sehen.

      Das beste Öl hilft nix, wenn beim Anlassen das Gas aufgerissen wird und der Motor nicht sinnig mit mittleren Drehzahlen warm gemacht wird.

      "Wait 'til you see God - then brake!" #34, Kevin Schwantz (WM 1993 auf Suzuki RGV 500)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Jochen“ ()

      Endlich mal eine ordentliche Aussage zu diesem Thema :)

      Natürlich handelt es sich bei dem Öl, was ich hier herum liegen habe, um Motorradöl (Motul 7100) und somit geeignet für die Nasskupplung.

      Was das Getriebe angeht, so habe ich allerdings in der Vergangenheit bei meiner alten Varadero gemerkt, dass die Kupplung mit einem höheren SAE-Grad geschmeidiger lief.
      Auch in den internationalen Varadero- und Crosstourer-Foren sind viele der gleichen Meinung und nutzen daher nicht das vorgegebene 10W-30.

      Ich denke, ich werde es mal riskieren. Besonders hochtourig fahre ich eh nicht und schon gar nicht mit kaltem Motor. Sollte ich ein negatives Verhalten bemerken, schmeiße ich die Suppe halt wieder raus. :sdanke: